„Ihr werdet alle Gänsehaut kriegen!“ So war die Nature One 2011!

Wer denkt, das sich alle Schweizer  vor der Street Parade noch ein ruhiges Wochenende gönnen, hat sich gewaltig getäuscht. 460km von Zürich entfernt fand auch dieses Jahr auf einem ausgedienten Raketenstützpunkt die 17. Ausgabe der Nature One, eines der grandiosesten Open Air Festivals Deutschlands,  unter dem Motto „Go Wild – Freak Out“ statt. Wir haben die Schweizer getroffen, die vor dem grossen Heimspiel in Zürich die Nature One gerockt haben.

Eher unsanft werde ich am Samstagmittag von Luftschutzsirenen aus dem Schlaf gerissen. Krieg? Weniger, im Hundsrückt zeigt trotz des etwas tristen Wetters der Stimmungsbarometer auf Weltfrieden. Am Vorabend feierten wir zusammen mit dem Wahlschweizer Tom Novy, der gleich 3 Gigs auf dem Festival spielte, einen grandiosen Auftakt. An der ersten Station im „House-of-House“ Zelt brachte er die Menge mit einigen seiner Hits wie „Your Body“ zum toben.  Am Hintereingang treffe ich Guri, bekannter Veranstalter aus Zürich und Booker von Nouveau Niveau DJ Booking, dem ich eine Backstage-Führung sowie einige Kräuterliqueur-Shots (anm. d. Red. zuviel!) zu verdanken habe.

Am Ende des Sets von Tom Novy mache ich mich auf einen ausgiebigen Spaziergang über das 350‘000qm grosse Areal.  Dank den 300 DJs, verteilt auf 4 Head-Areas  und 19 Clubs, ist an diesem Wochenende wohl alles vertreten, was die elektronischen Musikliebhaberherzen höher schlagen lässt. Hängen bleibe ich auf meinem Spaziergang beim Set von ATB auf der Open Air Bühne und anschliessend bei  Kai Tracid auf dem Classic Terminal. Würde es einen Schönheitswettbewerb unter DJs geben, Kai  würde garantiert den ersten Platz abräumen.  Aber auch musikalisch überzeugt er an diesem Abend mit seinen Hits wie „4 Just One Day“, „Trance & Acid“  und diversen Platten von seinem Label Tracid Traxx. Ein absolut grandioses Set mit Tracks aus den späteren 90igern hat ein paar Stunden vorher auch Niels van Gogh abgelegt.  Um Punkt 4:00 war es dann auf dem Classic Terminal  Zeit für das letzte Nature One Set von Tom Novy. „Ich habe so geile Scheiben dabei, ihr werdet alle Gänsehaut kriegen!“ – und Tom versprach nicht zu viel. Sein Set widmete er übrigens Tilmann Uhrmacher, der kürzlich verstorbenen Ikone der elektronischen Musik.

Frisch gestärkt und mit Gummistiefeln bewaffnet starteten wir den Samstagabend zum Set des Züricher DJs Dave202 auf der Open Air Floor Hauptbühne. Trotz des starken Regenfalls füllte sich der Platz während seines Auftritts von Minute zu Minute mehr. Dave202 gab einiger seiner Hits zum Besten und schrieb anschliessend noch fleissig Autogramme. Gleich nach Dave202 folgte der Auftritt der Ägypter  Aly & Fila. Fila: „Früher war ich selber begeisterter Besucher des Festivals. Heute ist es eine grosse Ehre für mich, selber auf einer der Mainstages aufzutreten!“. Weitere Highligts des Abends waren natürlich einer der Headliner Paul Van Dyk, der hinter dem DJ-Pult mit der Menge mitfeierte und gute Laune versprühte. Mark’oh katapultierte uns schliesslich mit Tracks wie „Lovesong“ und „Somewhere over the rainbow“ in die Anfänge der ganzen Ravebewegung. Für uns definitiv ein würdiger Abschluss des Festivals. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen auf der Pydna in 363 Tagen!

Seit dem Jahr 2002 ist die Energy, die jedes Jahr im Hallenstadion stattfindet,  mit einem grossen Zelt an der Nature One vertreten. Wir wollten von Arnold Meyer, Mitglied des Energy-OKs wissen, wie es zu dieser Zusammenarbeit gekommen ist.

mm: Die Energy Party ist mit einem grossen Zelt an der Nature One vertreten. Wie kam es dazu, dass ihr dieses Festival für die internationale Präsenz ausgewählt habt?

Arnold Meyer: Nature One wird von einem befreundeten Schweizer veranstaltet, Nick Schär. Wir kennen ihn noch aus den 90er Jahren, lange vor Nature One. Schoscho Rufener vom Energy-OK ist zudem auch geschäftlich mit ihm verbunden. Nature One ist das grösste Dance-Festival Deutschlands, Energy das grösste Dance-Festival in der Schweiz. Wir bewerben die Nature One auch in unserm Booklet und auf unserer Page, und umgekehrt.

mm: Dieses Jahr wird die letzte Energy im Hallenstadion stattfinden. Bedeutet dies auch das Ende des Zeltes an der Nature One oder darf man auf etwas Neues hoffen?

Arnold Meyer: Nein, es ist nicht die letzte Energy. Letztes Jahr war “The Final”, aber dieses Jahr geht s unter dem Motto “back by popular demand – the story continues” weiter.

Willst auch du nächstes Jahr zur Nature One fahren? Werde Fan von Nature One auf Facebook und bleibe up-to-date!

Quelle Bild: www.nature-one.de

Mein Januar Lieblingsliedli – und mein Motto für 2011

Wir stehen zwar erst am Anfang des Jahres, aber mein Lieblingsliedli für Januar habe ich bereits gefunden. Es kommt nichts Besseres mehr, da bin ich mir sicher.

Mein Lieblingsliedli für Januar ist Gimma mit Carlos Leal & Lou Zarra “Mensch si”. Geile Lyrics, geiler Groove, geile eingängige Melodie und das Ganze noch von geilen Typen gemacht. “Mensch si” – mein Motto für 2011.
Zu kaufen gibt’s den Track aber noch nicht (Album kommt Ende Januar), aber auf Youtube ist er schon in meiner persönlichen Heavy Rotation Playlist zu finden.

Ich bin sicher, euch gefällt’s auch!

Für mehr Infos zum Song und Albumrelease, werde Fan von Gimma auf Facebook.

Crystal xx

Grössere Geschichten, fettere Parties und ein besseres Leben. So wird 2011

Grosses Feuerwerk - willkommen im 2011

2010. Das war’s dann also mit uns– also ja – schon fast. Das Ende einer Dekade und das Ende eines Jahres, in dem es viele Enden gegeben hat. Ende ist Anfang. Anfänge gab es nicht viele, dafür sehr Gute. Gut waren im 2010 aber auf jeden Fall die Parties und Konzerte. Und das Beste daran, man musste nicht einmal in die Ferne schweifen.

Hier ein Auszug aus meinen Lieblingsacts und wie viele Kilometer die Party von meinem Zuhause aus gestiegen ist:

Tiësto, David Guetta – 1,2 km
Gesehen an der Energy im Hallenstadion

Paul Kalkbrenner, Goldfrapp – 2,7 km
Gesehen im X-tra

Deadmau5 – 2,9 km
Gesehen an der Swiss Nightlife Award After Show Party in der Maag Halle

Scooter (this is not a joke :D ) – 3, 7 km
Gesehen im Volkshaus

U2 – 4,5 km
Gesehen im Letzigrundstadion

Prodigy, Stereophonics – 5,2 km
Gesehen am Zürich Open Air

Sonstige nah gelegenen Partyhighligts im 2010 waren natürlich die gute alte Street Parade, Samstagabende in der Langstrasse und im Oxa, die zahlreichen Sonntagmorgen im Hive, Zukunft, Frida’s Büxe oder Exil und die sonnigen Sonntagnachmittage auf dem oberen Letten. Zurich. Big time.

2011 will be even bigger, bolder and better. Grössere Geschichten, fettere Parties und ein besseres Leben.

In diesem Sinne,
HAPPY NEW YEAR und einen schönen Silvester-Usgang!

Crystal xoxo

P.s.: Wie sollte dein perfektes Jahr 2011 aussehen? Schreib einen Kommentar.

Datingnachrichten aus dem digitalen Höllenschlund

Come in. Find out.

Mein Beruf ist Special Agent – mit der Lizenz, ohne schlechtes Gewissen auf allen Datingplattformen registriert zu sein, die es gibt. Ich konzipiere Websites. Websites auf denen sich Menschen kennenlernen. Und erhalte durch meinen Job einen unfreiwilligen Einblick in die Abgründe der menschlichen Seelen. Herzlich willkommen zu der ersten Ausgabe von „Datingnachrichten aus dem digitalen Höllenschlund“.

Subscription Day. Ich melde mich auf allen erdenklichen Plattformen an. Wie es sich gehört, lade ich natürlich  noch ein passables Bild von mir hoch und erfasse einen nicht ganz ernstgemeinten Text über mich selbst.  „Beruf: Special Agent“ mit der Subline „Ich bin hier nur registriert, weil ich dafür bezahlt werde“. Nach einem Tag logge ich mich ein und finde eine Inbox des Grauens wieder. Die Messages schwanken zwischen „ich-hole-dir-die-Sterne-vom-Himmel“ und kurzen und knappen Ansagen wie „Hey willsch f*****?“. Auch sehr viele „Hoi, fit?“ Nachrichten sind dabei.  Ich lese alle, antworte aber niemandem.  „Alle Nachrichten markieren“ – „Markierte löschen“ – tschüss. Plattformwechsel. Ich bin auf einem Fremdgehportal. Hier sind die Nachrichten meistens etwas ausführlicher. Oder einfach nur ein simples virtuelles „zwinkern“. Ich besuche das Profil einer dieser Zwinkerer.  Das Profil ist „too good to be true“ oder „too good as that he would offer himself for free“. Ich schreibe „Hey danke fürs zuzwinkern, aber ich glaube, ich kann mir nicht mal eine halbe Stunde mit dir leisten“. Neeext.  Er – gebunden – sucht – eine kurze Affäre in Zürich und gibt mir seine private Gallery frei. Man, was würde der Typ jetzt machen, wenn ich den wiedererkennen würde? Und seine Freundin eine gute Freundin von mir wäre?  Für Fremdgehen in so professionellem Rahmen würden mir echt die Nerven fehlen. Zu viele Gedanken, zu paranoid, zu schlechtes Gewissen. Auch wenn ich nicht den besten Ruf geniesse, bin ich eben doch irgendwie ein guter Mensch. Mir ist schlecht. Ich muss in mein digitales Wohnzimmer. Facebook. Gesichter die ich kenne – mir geht’s besser.

Hast du schon Erfahrungen mit solchen Plattformen gemacht?  Poste die kultigsten Geschichten und Nachrichten bei “Was sind deine Datingnachrichten aus dem Höllenschlund?” unten im Facebook Profil.

I’m looking forward to it ;-)

Firmenweihnachtsfeier. Oder wie man die Karriere in 5 Minuten zerstören könnte.

Farbige Lichtlein – auch im Grind. Weihnachten mit der Bude birgt Gefahren.

Die Firmenweihnachtsfeier –  Eldorado der Gratisdrinks, Discoknaller  und normalen Menschen unter übermässigem Alkoholeinfluss. Der Ort, an dem schon so manche Karriere einen markanten Knick erlitten hat. Hier mein Weg aus dem persönlichen Unglück.

Mittwoch 22:40. Ich verabschiede ich mich Richtung Bucheggplatz. Verabschieden ist aber eigentlich das falsche Wort – ich bin einfach abgehauen. Ich war einfach nicht in Stimmung. Und nicht in Stimmung, irgendjemandem zu erklären, warum ich nicht in Stimmung war. Zeigt das persönliche Feelgood-Barometer mal ein Tiefdruckgebiet an, hilft auch der ganze Gratisalkohol nichts, nicht mal ein Car voll mit willigen blonden Skandinaviern oder ein Flug mit Tiësto’s Privatjet um die halbe Welt würde das jetzt noch reissen. Alles scheisse.

Ich habe mir ja eh mal vorgenommen, mich an Firmenanlässen etwas dezenter aufzutreten. Meine schlechte Laune und mein früher Abgang könnten mir jetzt sogar dabei geholfen haben, meine Karriere bei dem tollen Arbeitgeber zu erhalten. Keine Trinkwettbewerbe mehr mit Moët und Jägermeister, keine Balztänze mit Arbeitskollegen, keine Vollrauschdiskussionen mit inhaltlich heiklen Themen mit Vorgesetzten. Einfach mal anständig ein Proseccöchen trinken, freundlich verabschieden und ohne schlechtes Gewissen ins Bett. Und mit gutem Gewissen und der Erkenntnis aufwachen, das ich in der Firmenweihnachtsfeier-Thematik  endlich mal was dazugelernt habe. Das war harte Arbeit. Ich habe zugegebenermassen eine Zeitlang einen gewissen Drang verspürt, mich selber und alle anderen Anwesenden mit „Darbietungen des schlechten Geschmacks“ zu übertreffen. Einmal waren dann diese sogar Gegenstand eines Mitarbeitergesprächs. Kannst dir das mal so vorstellen: Man sitzt in einem Raum, eigentlich ziemlich unvorbereitet auf alles was kommt und dein Gegenüber startet das Gespräch mit folgendem Opener: „Hey, bevor wir starten, möchte ich noch eine Anmerkung zur Weihnachtsfeier machen. Ich fand es ein wenig hart an der Grenze. Bist du und Leon* eigentlich immer so?“. Fast hätte ich geantwortet: „Nein, das war eigentlich ein Scheiss gegen das, was wir sonst so abziehen, wenn wir privat unterwegs sind, da werden wir aus Läden mit Namen wie „Ballerman 6“ rausgeschmissen, weil wir es so dermassen übertreiben.“ – Aber ich hab’s gelassen, peinlich berührt auf mein unbeschriebenes Vorbereitungsblatt geschaut und ein „Ja, ich weiss und es tut mir leid“ gemurmelt und alles weitere über mich ergehen lassen.

Bevor ich aber an diesem Morgen nach meinem frühen Abgang aufgestanden bin, hat mich um 6:00 Uhr morgens schon mal mein Handy geweckt. Facebook Places Notification. Two of your friends have checked in at „Happy Beck“. SMS folgen. Inhalt: “Wir Lambada Bar, jetzt, komm”. Ui nei, – ich lege mich zurück ins Bett und besinne mich darauf, warum ich froh bin, dass ich mich früh genug abgeseilt habe. Ein paar Stunden später mache ich mich entspannt auf den Weg ins Büro. Entspannt deswegen, weil ich ausgeschlafen bin und weder aktiv noch passiv an irgendwelchen Skandalen beteiligt war. Ein schönes Gefühl.

In diesem Sinne, ein Hoch auf die schlechte Laune, auf die Karriere, gute Arbeitskolleginnen und Kollegen, die wunderschöne Weihnachtszeit und ja. Alles, was ich vergessen habe.

Crystal XOXO

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